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Ernst Precht (1892 - 1969)

Ernst Precht Die Jahrhunderte alte Tradition der Herstellung des Christbaumschmuscks sowie von Glasaugen trugen ebenso wie die zahllosen Gefäße oder Figuren, die "vor der Lampe" (d.h. mittels eines Gasbrenners) geblasen wurden und werden, dazu bei, das der Ernst Prechts Lebens- und Wirkungsortort Lauscha heute geradezu als Synonym für kunsthandwerkliche Glasgestaltung im Thüringer Wald gilt.
Das tat auch Ernst Precht. Nach der Ausbildung zum Glasbläser in der elterlichen Christbaumschmuckwerkstatt studierte er allerdings Malerei. Zurückgekehrt nach Lauscha mußte sich der Meisterschüler von Walter Conz an der Karlsruher Akademie aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten wieder dem kunsthandwerklichen Glas vor der Lampe zuwenden und wurde vor allem durch seine Plastiken als einer der bedeutendsten Glasgestalter seiner Zeit weit über die Heimatstadt hinaus bekannt. Von ihm erlernte der hochbegabte Sohn Volkhard die Technik des Gestaltens vor der Lampe.

Volkhard Precht (1930 - 2006) und Renate Precht (geb. 1933)

Volkhard mit Renate Nachdem Ernst Precht Volkhard 1959 die Werkstatt übertragen hatte, zog er sich wieder auf die geliebte Malerei und Grafik zurück. Ende der fünfziger Jahre stieß Volkhardt Precht mit Kleinplastiken aus Vollglas aufgrund ihrer Größe und ausdrucksvollen Stilisierung in Grenzbereiche dieser Gestaltung vor.
Auf der Suche nach neuen, weiterführenden Ausdrucksmöglichkeiten für seine künstlerischen Anliegen baute er 1963 mit Rat und Unterstützung erfahrener Glasmacher und Techniker aus den heimischen Hütten einen kleinen Ofen, in dem er selbst Glas schmelzen konnte, um in Hüttentechnik Gefäße zu blasen.

Ulrich (geb. 1956) und Susanne Precht (geb. Gaube, 1960)

Volkhard mit Ulrich Zunächst galt es, sich mit dem inzwischen eingespielten Familienbetrieb von Volkhard und Renate Precht zu arrangieren und eigene Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen. Für die Hüttenglasproduktion Ulrich Prechts wurde ein mehr oder weniger streng gehandhabter Wochenturnus in der elterlichen Werkstatt eingerichtet. Susanne fand ein spartanisches Atelier im Stadtzentrum für ihre Flachglasarbeiten. Der Beginn als Glasgestalter verlief für Susanne und Ulrich problemlos. So fiel es beiden leicht, die Existenz der jungen Familie über Aufträge sowie den Verkauf von Hüttengläsern zu sichern.

Die Abgrenzung der eigenen künstlerischen Bestrebungen von Volkhard und Renate Precht vollzog sich - gemessen an den sichtbaren Ergebnissen - offensichtlich relativ konfliktlos. Die unmittelbare Gefäßgestaltung am Ofen, die ohnehin zwei möglichst gut aufeinander eingespielte Personen erfordert, verlief im Prinzip als eine Art familiärer Gemeinschaftsarbeit. Diesen Eindruck vermitteln zahlreiche Fotografien vom Arbeitsalltag in der Werkstatt und werden von Renate sowie Susanne und Ulrich Precht bestätigt. Dabei dürften die "Jungen" vom handwerklichen Können der "Alten" profitiert haben, wie sie offensichtlich Einfluss auf deren Formen und Dekorgestaltung hatten, was Vergleiche einiger Gefäße zumindest vermuten lassen.

Susanne Precht

Susanne und Ulrich Precht Es liegt in der Natur der Sache, wie der Personen, daß die Arbeiten Susanne Prechts sich zunächst am deutlichsten von denen der übrigen abhoben. Zum einen, weil das Arbeiten mit Flachglas nicht ohne Folgen auf die Gestaltung der Hüttengläser blieb, zum anderen weil sie kein so ausgesprochen handwerklich-traditionelles Verhältnis zum Glas hat wie die übrigen Prechts, auch wenn das von Ulrich durch sein Studium eine produktive Brechung erfuhr. Sie selbst hat den wichtigsten Unterschied in dem bereits zitierten Vortrag wie folgt dargestellt:

"Im Gegensatz zu den Arbeiten der drei anderen Prechts setze ich mein Bild direkt auf die Glasoberfläche. Das Glas wird ja zuletzt nicht mehr so stark aufgeblasen, es dehnt sich nur noch wenig, damit bleibt ein Gesicht ein Gesicht oder ein Gewand konkret mit scharfer Zeichnung stehen."

Ulrich Precht

Ulrich Precht

Das Schaffen Ulrich Prechts wird bestimmt von permanenter und leidenschaftlicher Neugier auf neue formale Möglichkeiten verbunden mit einem ebenso vitalen künstlerischen Bewußtsein, dass sich in der assoziativen Kraft der Werke ausdrückt. Seine stärkere Konzentration auf die Gefäßgestaltung entspricht sowohl der handwerklich-familiären Situation wie der Ausbildung zum Gefäßgestalter. Jedoch erschienen auch bereits in seinem frühen Oeuvre freie und abstrakte Objekte, mit denen er experimentell die Wirkung des Mediums Glas im Verhältnis von Körper, Farbe und Form untersucht. [...]

Mit der Kombination und Perfektionierung aller ihm zur Verfügung stehenden Kenntnisse und Fertigkeiten sowie mittels seiner imaginativen Kräfte erweitert Ulrich Precht permanent die eigenen gestalterischen Grenzen. So haben ihn schöpferische Unruhe, und Experimentierfreude inzwischen mit dem Sandguss, der dem Metallguss in der verlorenen Form ähnelt, ein neues Schaffensgebiet eröffnet. Hierzu wird formbarer Quarzsand auf ein Bett aus trockenem Sand aufgebracht. In die obere Sandschicht "zeichnet" der Gestalter das Negativ seines Bildes vom Gesamtumriss bis in die Details, wozu er auch Abdrücke von Gegenständen, Fundstücken oder Natur- und anderer Materialien nutzt.
Ulrich Precht stäubt zum Schluss farbiges Glaspuder über die gesamte Komposition im Sandbett. Anschließend wird die Negativform vorsichtig mit flüssigem Klarglas gefüllt. Das nach ca. zwei Tagen ausgekühlte Glasrelief kann durch Polieren, Schleifen, Bürsten und andere "kalte" Techniken abschließend bearbeitet werden.

Walter Precht (geb. 1984)

Walter Precht Der Sohn Walter studierte Keramik-/ Glasdesign an der Kunsthochschule Halle, Burg Giebichenstein unter Prof. Hubert Kittel. 2010 diplomierte er mit dem Thema "Barrierefreie Geschirrlösungen". Neben dem Gestalten von Porzellan für industrielle Produktion konnte er sich schon früh für das heiße Glas begeistern. Nicht nur das fehlende Verständnis für figürliche Dekoration drängt ihn zur Suche nach Form, sondern auch die Begeisterung für generative Gestaltungsprozesse und digitale Entwurfswerkzeuge.

http://www.walter-precht.de

Paul Precht (geb. 1988)

Paul Precht Der Sohn Paul Precht studiert Biochemie an der Martin-Luther-Universität in Halle (Saale).

Publikation "Glas - Susanne und Ulrich Precht"

Glas - Susanne und Ulrich Precht, Hans-Peter Jakobson Alle Texte dieser Seite sind in ungekürzter Fassung zu finden in der Publikation:

Glas - Susanne und Ulrich Precht
Herausgegeben von Hans-Peter Jakobson
für das Museum für Angewandte Kunst Gera, 2006.

Broschüre "Studio Susanne und Ulrich Precht"

Glas - Susanne und Ulrich Precht, Hans-Peter Jakobson In der Broschüre findet sich eine Auswahl unserer aktuellen Arbeiten mit schönen Totalen und Detailaufnahmen.
Bei Interesse an unseren Arbeiten und einem Exemplar der Broschüre nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf!